Über Looping
Was macht eigentlich LOOPAHEAD und ist das eigentlich Live-Musik ?



Als Loop bezeichnet man ein zeitlich begrenztes Klangereignis, das üblicherweise mit technischen Mitteln wiederholt wiedergegeben wird.
Für LOOPAHEAD bedeutet das, daß während der Darbietung, also LIVE, alle Gitarrensounds selbst eingespielt werden.
LOOPAHEAD ist somit eine sogenannte „Live Looping Band“


Loops wurden als erstes in der elektronischen Musik eingesetzt.
Beispiel : Ein moderner Klassiker wie Karl-Heinz Stockhausen.


In der Rock/Pop Musik waren z.B. Robert Fripp und Brian Eno (Roxy Music) mit die ersten,
die mit Loops arbeiteten.


Ende der 70er Jahre fand sich erstmals der Einsatz von Loops in der aufkeimenden Rap/Hiphop-Kultur. DJs nutzten neuartige Bedientechniken für Plattenspieler, um wiederkehrende
Schlagzeug-/Rhythmussequenzen als Basis für die Arbeit der MCs zu verwenden.


Das Genre des Live Loopings ist stärker vom musikalischen Massenmarkt entfernt.
Da Realtime Looping Musikern die Möglichkeit zum Aufbau sehr vielschichtiger und komplexer Klangstrukturen bietet, sind sehr viele der Künstler Solomusiker oder,
wie bei LOOPAHEAD , ein Duo .


Ein Looper ermöglicht es dem Musiker, mehrere nicht oder nur schwierig gleichzeitig spielbare Parts gleichzeitig erklingen zu lassen. So ist auch der Einsatz ganz anderer Instrumente in einer Darbietung eines Solomusikers möglich, die dann gleichzeitig zu hören sind.
Bei LOOPAHEAD wird diese Klangvielfalt durch den Einsatz von Gitarren-Effektgeräten erzeugt.
Von der Arbeitsweise entspricht das dem Overdubbing aus der Studiotechnik, das hier mit geringem technischen Aufwand sowie in Echtzeit in einer flüssigen Darbietung möglich wird.
Grundsätzlich besteht kein direkter Bezug zwischen musikalischen Stilrichtungen und der Verwendung von Loops; Looping ist selbst auch keine eigenständige Stilrichtung. Die stetige Funktionserweiterung von Samplern sowie die weitere Integration der Computertechnik ermöglichte in den 1990er Jahren die Arbeit mit Loops in komplett digitalen Systemen.
Das schuf die technische Grundlage für stark loop-basierte Musikstile wie Techno, Trip-Hop, Drum and Bass und auch Big Beat.
LOOPAHEAD geht diesen Weg konsequent weiter und verarbeitet, neben eigenem Songmaterial, Blues-, Boogie-, Rhythm’n Blues- (der aus den 60-er Jahren), Latin Rock- und Jazztitel zu einem eigenem, unverkennbarem Soundmix.
Wie funktioniert das in der Praxis ?
LOOPAHEAD legt den Rhythmus, die Taktzahl und das Tempo eines Titels fest. Diese Daten werden in die Loop Station (Boss RC-300) von Udo Lummer eingegeben und gespeichert. Die Loop Station verfügt über 3 Stereo-Aufnahmespuren. Wenn nun ein Titel performt wird, wird die Loop Station gestartet. Es wird ein Vorzähler in der Länge eines Taktes hörbar, und dann beginnt das Einspielen der ersten Gitarrenspur auf eine gewählte Stereospur. Am Ende einer Loop erfolgt dann das Einspielen einer weiteren Gitarre auf dieselbe oder eine andere Stereospur. Dieses lässt sich, im Prinzip, beliebig oft wiederholen. setzt bei ihren Titeln in der Regel 2 bis 4 Gitarrenloops ein. Somit erreichen wir den Effekt, als würden zwei, drei oder 4 Gitarristen LIVE spielen.
Bereits mit dem ersten Takt eines Titels erfolgt der LIVE-Einsatz des Basses von PG Lange.
Nachdem alle Loops des gerade performten Titels eingespielt sind, werden die ersten Gesangs- oder Solo Parts LIVE dazu gespielt oder gesungen.
Bekannte Musiker, die Live-Looping in ihren Auftritten einsetzen, sind Jarle Bernhoft, Rick Walker, Jason Mraz, der Australier Dub FX, der Brite MC Xander oder der Deutsche Konrad Küchenmeister. Auch bei vielen Interpreten aus dem Bereich Math-/Post-Rock ist Looping integraler Bestandteil ihrer Performance, wie z. B. bei Battles, Minus the Bear oder Russian Circles.

Quellen : Auszüge zum Teil aus dem wikipedia-Artikel „Loop Station“